Stimmungsvoll beleuchtet Museumsadvent im LWL-Freilichtmuseum Detmold erstmals mit freiem Eintritt für Kinder und Jugendliche

Detmold (lwl). Die Aufbauarbeiten sind in vollem Gange: Im LWL-Freilichtmuseum Detmold wird an allen Ecken gewerkelt, dekoriert und aufgebaut für den Museumsadvent vom 6. bis 8. Dezember. Am zweiten Adventswochenende öffnet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) erneut sein festlich beleuchtetes Paderborner Dorf. Drei Tage lang erwartet die Besucher ein Programm mit Posaunenklängen, Märchenerzählungen, Handwerksvorführungen, Mitmachprogrammen, Marionetten- und Puppentheater. Erstmals haben Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren freien Eintritt.

Bereits zum 15. Mal stimmt das Freilichtmuseum mit einem Rückblick auf die Zeit um 1900 die Besucher auf das Weihnachtsfest ein. Die historisch eingerichteten Weihnachtsstuben zeigen, wie sich die Bräuche zum wohl schönsten Fest des Jahres um die Jahrhundertwende verändert haben. Ganz neu ist in diesem Jahr die Beleuchtung. „Entsprechend unserer ökologischen Leitlinien suchen wir ständig nach Möglichkeiten, Energie zu sparen. Daher setzen wir in diesem Jahr erstmals zu 90 Prozent LED-Beleuchtung ein“, erklärt LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen. „Das Konzept an sich ändert sich aber nicht, die Beleuchtung der historischen Häuser im Paderborner Dorf und markanten Punkte an den Wegen wird nach wie vor stimmungs-voll.“

Das erleuchtete Paderborner Dorf bildet den Mittelpunkt des Museumsadvents.
Foto: LWL/Jähne

Genauso stimmungsvoll ist die Musikauswahl: Chöre und Posaunenklänge läuten die Abend-stunden ein. Und auch bei der Auswahl der Angebote der über 40 Aussteller setzt das LWL-Freilichtmuseum auf Qualität und Handarbeit. Statt moderner Konsumgüter gibt es von Hand gefertigte Waren an den Adventsbuden rund um den Dorfteich und in den historischen Häusern zu sehen und zu kaufen, beispielsweise getöpferte Vogelfutterhäuschen oder Geschirr. Die Besucherinnen können altes Handwerk erleben und dem Seiler, dem Schmied, dem Krippenschnitzer oder dem Drechsler über die Schulter schauen. Und auch die Museumsbäcker sind im Dauereinsatz und fertigen Kuchen, Gebäck und Brot.

Die nach historischen Vorbildern eingerichteten Stuben zeigen die Veränderungen der Weihnachtsbräuche.
Foto: LWL/Jähne

„Beim Programm haben wir erneut vor allem an die Kinder gedacht“, verspricht Projektleiterin Gefion Apel. Am Freitag erzählt Lothar Schröer Märchen und Geschichten. Ralph Homann ist sowohl mit seinem kleinen Marionettentheater als auch einer weit über 100 Jahre alten Spieluhr am Freitag unterwegs. Und das Puppentheater Pulcinella aus Bielefeld gibt am Samstag und Sonntag weihnachtliche Stücke zum Besten. Zudem können die Besucherinnen Stoffbeutel bedrucken, Adventsschmuck aus Ton, Holz, Wachs, Stroh, Filz oder Papier basteln und Wind-lichter aus Ton herstellen. Und am Samstag werden beim „Spieletag“ zahlreiche Spiele getestet und verkauft.

Wer nicht so gut zu Fuß ist und lieber durch das Gelände fahren möchte, hat die Gelegenheit, den kostenlosen Pendelbus zwischen dem Eingangsbereich und der Haltestelle am Paderborner Dorf zu nutzen. Auch für die bequeme Anreise zum Museum ist gesorgt, denn die Besucher können an den drei Veranstaltungstagen in allen Bussen der Stadtverkehr Detmold GmbH (SVD) bereits Eintrittskarten für den Museumsadvent lösen, die gleichzeitig als Fahrschein gelten. Die Busfahrt zur Veranstaltung ist dann kostenlos. Während der Veranstaltungstage fährt zusätzlich ein Pendelbus von den großen Parkplätzen der Innenstadt (Lustgarten, Finanzamt, Kaiser-Wilhelm-Platz, Kronenplatz, Bezirksregierung, Musikhochschule) mit der Aufschrift „Museumsadvent“ direkt zum Haupteingang des LWL-Freilichtmuseums.
Das Programm mit Öffnungszeiten, Preisen und allen Veranstaltungen findet sich auch im Internet unter: http://www.museumsadvent.lwl.org