Wolfgang Uhling geht von Bord: Langjähriger Schulleiter der Astrid-Lindgren-Schule in den Ruhestand verabschiedet

Kreis Paderborn (krpb). Über drei Jahrzehnte prägte Wolfgang Uhling den Alltag der Astrid-Lindgren-Schule in Salzkotten. Davon drei Jahre als Konrektor, 23 Jahre als Schulleiter begleitete er junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben, sorgte dafür, dass Lehren und Lernen an der Schule gelang. Mit einer Portion „Wehmut“ verabschiedeten ihn Ehrengäste und das Kollegium in den Ruhestand.

Die derzeitige Corona-Pandemie verhinderte eine Verabschiedung in großem Rahmen. Doch wenigstens das Wetter spielte mit: Konrektor Andreas Gehlhaus begrüßte bei strahlendem Sonnenschein Landrat Manfred Müller, Schulrätin Ingrid Dreyer, das Kollegium und die Familie. Wie ein roter Faden zog sich durch alle Beiträge die große Dankbarkeit und der Respekt vor der Lebensleistung des sich verabschiedenden Schulleiters, der auf 41 arbeitsreiche und fordernde Dienstjahre zurückblicken kann.

Die Astrid-Lindgren-Schule befindet sich in Trägerschaft des Kreises Paderborn. An der Schule werden zwischen 50 und 60 Schülerinnen und Schüler der Primarstufe mit erhöhtem Bedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung gefördert. Landrat Manfred Müller betonte, dass der Erfolg einer Schule sowohl von den organisatorischen als auch von den menschlichen Qualitäten einer Schulleitung abhänge. Motivieren und ausgleichen, den unterschiedlichen Anforderungen und Erwartungen gerecht werden, das alles in Summe sei eine verantwortungsvolle und alle andere als einfache Aufgabe. „Sie haben die Astrid-Lindgren-Schule in 26 Jahren mit Leidenschaft und Herzblut in leitender Funktion erfolgreich geführt“, betonte Landrat Manfred Müller bei der Verabschiedung.

Etliche pädagogische, bauliche und organisatorische Entwicklungen habe er an der Schule initiiert und deren Verwirklichung begleitet. Als begeisterter Anhänger des SC Paderborn konnte er noch zu Beginn dieses Schuljahres zur großen Freude seiner Schülerschaft den Bau eines Kleinspielfeldes auf dem Gelände der Astrid-Lindgren-Schule erwirken. Im Jahr zuvor wurde die Astrid-Lindgren-Schule durch seinen Einsatz mit einer neuen, modernen Schulküche ausgestattet.

Schulrätin Ingrid Dreyer lobte Wolfgang Uhlings Beharrlichkeit, mit der er sich stets für seine Schülerinnen und Schüler sowie für ihren Werdegang nach Verlassen der Astrid-Lindgren-Schule einsetzte. Auch würdigte sie seinen erfolgreichen Einsatz für eine verbesserte mediale Ausstattung der Schule, die Entwicklung intensivpädagogischer Projekte, sowie die Veranstaltung von Schulfahrten und Schulfesten. Dreyer stellte heraus, dass die Astrid-Lindgren-Schule bei zwei Qualitätsanalysen jeweils beste Ergebnisse erzielt hat.

Wolfgang Uhling verabschiedete sich mit einer humorvollen Rede, die er, wie gewohnt, in Versform hielt. Als jahrelanger Musiklehrer der Schule ließ er dabei auch musikalische Untermalungen nicht fehlen. Er bedankte sich bei der Schulaufsicht, dem Schulträger und bei seinem gesamten Team, das er mit der Besatzung eines Traumschiffes verglich, auf die er sich stets verlassen konnte und mit der er die angesteuerten Ziele gut erreicht habe. Was er der Schule für die Zukunft noch wünsche, sei die Errichtung einer eigenen Sporthalle, die dem Bewegungsdrang der besonderen Schülerschaft an der Astrid-Lindgren-Schule Rechnung trage. Uhling bedankte sich bei seiner Frau mit einem Blumenstrauß für die jahrzehntelange Unterstützung. Sicherlich hätte er sich nach 41 Jahren eine Verabschiedung mit Elternvertretern, Kooperationspartnern, Schulleitungskollegen, Mitarbeitern des Schulträgers und natürlich mit Aufführungen der gesamten Schülerschaft gewünscht. Doch trotz des durch Corona bedingt klein gehaltenen Rahmens und der einzuhaltenden Sicherheitsmaßnahmen bereiteten ihm sein Kollegium und seine Gäste einen wertschätzenden und würdevollen Abschied. Vermissen werden ihn alle.

Bildunterzeile:

von links: Der langjährige Schulleiter der Astrid-Lindgren-Schule, Wolfgang Uhling (dritter von links) geht von Bord: von links – Schulrätin Ingrid Dreyer, Konrektor Andreas Gehlhaus und  Landrat Manfred Müller (Schulträger) bei der Verabschiedung, coronabedingt in kleinem Rahmen

Bildnachweis: Manuela Hagenhoff